E-Mail-Marketing ist nach wie vor einer der rentabelsten Marketingkanäle im Internet. Während Social-Media-Algorithmen die organische Reichweite einschränken und Anzeigenkosten steigen, gehört deine Mailing-Liste allein dir. Creator, die ihre Online-Präsenz über MyLinkHub bündeln, wissen: E-Mail ist der einzige Kanal, den kein Algorithmus wegnehmen kann. In diesem Artikel erfährst du, wie du eine E-Mail-Liste von Grund auf aufbaust und Newsletter schreibst, die wirklich gelesen werden.
Warum E-Mail-Marketing noch immer funktioniert – besser als je zuvor
Laut Studien liegt der Return on Investment im E-Mail-Marketing bei durchschnittlich 36–42 Dollar pro ausgegebenem Dollar – das ist der höchste ROI aller Marketingkanäle. Die organische Reichweite eines Facebook-Beitrags liegt inzwischen unter 5 %. Eine E-Mail-Liste ist ein Asset, das nicht verschwindet, wenn eine Plattform ihren Algorithmus ändert oder dein Konto sperrt.
Außerdem sind Newsletter-Abonnenten das wärmste Publikum überhaupt – sie haben aktiv um deine Nachrichten gebeten. Dieses Engagement ist in keinem anderen Kanal erreichbar.
Wie du eine E-Mail-Liste von Null aufbaust
1. Wähle eine E-Mail-Marketing-Plattform
Für den Anfang reicht ein kostenloses Konto bei einem der gängigen Tools:
- Mailchimp – kostenlos bis 500 Abonnenten, einfach zu bedienen
- Brevo (ehemals Sendinblue) – kostenlos bis 300 E-Mails täglich, sehr funktional
- ConvertKit – für Creator entwickelt, hervorragende Automatisierungen
- MailerLite – kostenlos bis 1.000 Abonnenten, intuitiv
Warte nicht, bis du „genug" Adressen gesammelt hast – fang noch heute an. Eine Mailing-Liste wächst linear, ihr Wert steigt jedoch exponentiell.
2. Erstelle einen Lead-Magneten
Ein Lead-Magnet ist ein kostenloser Mehrwert im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse. Das ist der effektivste Weg, um deine Liste schnell aufzubauen:
- PDF-Checkliste oder Leitfaden (z. B. „10 Schritte zu einem besseren Portfolio")
- Mini-E-Mail-Kurs (Sequenz von 5–7 automatisch versendeten Mails)
- Vorlage zum Herunterladen (Tabelle, Vertragsmuster, Foto-Preset)
- Zugang zu exklusiven Inhalten oder Aufzeichnungen
- Rabatt auf ein Produkt oder eine Dienstleistung
3. Platziere das Anmeldeformular an sichtbarer Stelle
Das Formular sollte überall dort sein, wo potenzielle Abonnenten auf dich stoßen: auf der Startseite, im Blog-Footer, in Social-Media-Beschreibungen. Eine Link-in-Bio-Seite ist dafür einer der besten Plätze – dort landet jeder, der auf deinen Instagram- oder TikTok-Link klickt. Anstatt diesen Traffic zu verlieren, wandle ihn in Abonnenten um. Weitere Methoden zum Aufbau deiner Reichweite findest du in unserem Online-Marketing Ratgeber.
Newsletter schreiben, die geöffnet werden
Die Betreffzeile entscheidet alles
Durchschnittlich 47 % der Empfänger entscheiden allein anhand der Betreffzeile, ob sie eine Mail öffnen. Einige Regeln für gute Betreffzeilen:
- Sei konkret: „5 Fehler im Lebenslauf, die Recruiter abschrecken" funktioniert besser als „Wichtige Karriereinfos"
- Wecke Neugier, aber kein Clickbait – Leser merken sich, wenn du sie enttäuschst
- A/B-Tests: Schick zwei Betreffzeilen an je 20 % der Liste, die bessere geht an den Rest
- Personalisierung (Vorname in der Betreffzeile) steigert die Öffnungsrate um 26 %
Aufbau eines wirksamen Newsletters
- Einstieg – ein Satz, der an einen aktuellen Kontext oder ein Problem des Lesers anknüpft
- Hauptinhalt – eine Idee, ausführlich und wertvoll aufbereitet (nicht fünf Themen gleichzeitig)
- Call to Action – ein Button oder Link, eine klare Handlungsaufforderung
- Footer – Kontaktdaten und Abmelde-Link (gesetzlich vorgeschrieben)
Sendehäufigkeit – wie oft pro Woche?
- Mindestens einmal im Monat – seltener und die Leser vergessen, wer du bist
- Optimal einmal pro Woche – baut eine Lesegewohnheit auf
- Konsequenz ist wichtiger als Häufigkeit – lieber alle zwei Wochen regelmäßig als wöchentlich für einen Monat und dann nicht mehr
Segmentierung und Automatisierung – fortgeschrittenes E-Mail-Marketing
Sobald deine Liste ein paar Hundert Abonnenten hat, lohnt sich Segmentierung: Teile Abonnenten in Gruppen ein und sende jeder Gruppe passende Inhalte. Personalisierte Mails erzielen 760 % mehr Umsatz als Massen-Mailings.
Automatisierungen (Willkommenssequenzen, Erinnerungen, Follow-ups) arbeiten rund um die Uhr für dich – einmal eingerichtet, liefern sie jedem neuen Abonnenten Mehrwert ohne deinen Aufwand.
Die wichtigsten Kennzahlen im E-Mail-Marketing
- Open Rate (OR) – wie viel % der Empfänger die Mail geöffnet haben; Branchendurchschnitt 20–30 %
- Click-Through Rate (CTR) – wie viel % auf einen Link geklickt haben; gute Werte sind 2–5 %
- Unsubscribe Rate – wenn sie 0,5 % übersteigt, erreichen deine Inhalte nicht die richtige Zielgruppe
- Conversion – wie viele haben die gewünschte Aktion ausgeführt (Kauf, Anmeldung, Kontakt)
So startest du noch heute
Wähle eine Plattform, erstelle ein einfaches Anmeldeformular und entscheide, was du im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse anbietest. Du brauchst keinen perfekten Lead-Magneten von Anfang an – verspreche wertvolle Inhalte und halte dieses Versprechen schon in der ersten Nachricht.
Damit deine Newsletter auch etwas zu bewerben haben, lohnt sich ein Blick auf wie du eine Content-Marketing-Strategie aufbaust – E-Mail und Content zusammen sind deutlich wirksamer als jedes für sich allein.
Die E-Mail-Liste ist das einzige Medium, über das du die vollständige Kontrolle hast. – Seth Godin